Strahlenbehandlung bei Schmerzen

Die Strahlentherapie bei schmerzhaften degenerativ-entzündlichen Erkrankungen des Skeletts hat sich als eine sehr wirksame und kostengünstige Therapie bei den verschie­densten Krankheitssymptomen bewährt. Sie ist eine ideale Alternative und Ergänzung zu anderen oft langwierigen konservativen Behandlungen. Selbst notwendig werdende opera­tive Eingriffe können durch eine Strahlenbehandlung in vielen Fällen herausgezögert oder sogar völlig ersetzt werden.

Die Behandlung dieser „gutartigen“ Entzündungserkrankungen bildet deshalb einen weite­ren Schwerpunkt unseres Therapieangebotes. Dabei arbeiten wir natürlich eng mit Ihren bereits involvierten Fachärzten zusammen und können so das für Sie wirksamste Behand­lungskonzept kooperativ entwickeln.

Warum wird bestrahlt?

Die Strahlentherapeutische Behandlung hat eine antientzündliche Wirkung, hemmt Autoimmunprozesse und beeinflusst Zellfunktionen zur direkten Linderung der Beschwerden. Sie ist völlig schmerzlos und fast frei von Nebenwirkungen. 70-80% der Patienten berichten nach der Bestrahlungsserie über eine deutliche (wenn auch manchmal verzögert einsetzende) Schmerzlinderung.

Im Tierversuch hatte die niedrig dosierte Strahlentherapie Auswirkungen auf die zelluläre Immunreaktion (Apoptose von Lymphozyten, verminderte Aktivität von entzündlich aktivierten Makrophagen und Endothelzellen).

Wie wird behandelt?

Die Therapie umfasst 6 jeweils wenige Sekunden dauernde Bestrahlungen, die über 3 Wochen verteilt sind. Unser Fachpersonal berät Sie wegen der aufgezeichneten Markierungen und der optimalen Hautpflege während Ihrer Strahlentherapie.

Gibt es Nebenwirkungen?

Die Strahlendosis ist bei dieser Behandlungsform äußerst gering, daher ist sie völlig schmerzfrei und arm an Nebenwirkungen. Durch die kurzzeitige Bestrahlung kann in seltensten Fällen eine geringgradige Reizung der Haut auftreten, wodurch es an der behandelten Stelle zu einer kaum merklichen Hautrötung oder Hauttrockenheit kommen kann.

ABLAUF DER STRAHLENTHERAPIE

Vorbereitung

Für die CT-Aufnahme und die Behandlungen benötigen Sie nur ein großes Handtuch. Von Kassenversicherten benötigen wir beim Erstgespräch Ihren Überweisungsschein und die Versicherungskarte.

1. Erster Kontakt

Der erste Kontakt dient dem Kennenlernen. Dabei werden Ihre Krankengeschichte und der Behandlungsplan ausführlich mit Ihnen besprochen. Natürlich steht Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin für alle offenen Fragen zur Verfügung. Sollten weitere Untersuchungen not- wendig sein, kümmern wir uns um Ihre Termine.

2. CT-Untersuchung zur Bestrahlungsplanung

Beim zweiten Termin wird zur Planung der Therapie meist eine CT-Aufnahme (Computertomographie) angefertigt. Dabei werden Sie mit speziellen Kissen und Lagerungshilfen exakt so positioniert, wie dies später auch bei der Bestrahlung notwendig ist. Auf Basis der ermittelten Werte erstellen die Ärzte und Medizinphysiker dann den Therapieplan. Dieser wird am Linearbeschleuniger umgesetzt, das Behandlungsgerät der Strahlentherapie.

3. Ersteinstellung

Bei der Ersteinstellung werden alle Parameter und Bestrahlungsfelder nochmals kontrolliert, daher ist der Zeitaufwand höher als bei den weiteren Bestrahlungen.

4. Bestrahlungsbehandlung

Die Therapie umfasst 6 jeweils etwa 5-minütige Bestrahlungen, die über 2 Wochen verteilt sind. Unser Fachpersonal berät Sie wegen der aufgezeichneten Markierungen und der optimalen Hautpflege während Ihrer Strahlentherapie.

5. Abschluss der Behandlung

Beim Abschluss der Behandlung wird neben der körperlichen Untersuchung im Arztgespräch geklärt, ob und wann eine weitere Bestrahlungsserie (wiederum 6 Sitzungen) sinnvoll ist.